Was ist der Numerus Clausus Medizin?

Numerus Clausus – Angebot und Nachfrage entscheiden

Diesen Hinweis ausblenden Aufgrund der begrenzten Anzahl (Numerus Clausus) von verfügbaren Studienplätzen und der gegenüberstehenden höheren Bewerberzahl müssen Universitäten und Hochschulen Bewerbungsverfahren durchführen. Ein Anhaltspunkt ist dabei der Notendurchschnitt aus dem Abitur, der oft fälschlicherweise mit dem Numerus Clausus (NC) gleichgesetzt wird.

Letzte Studienplatzvergabe gibt nur Orientierung

Der oft zitierte NC eines Studienfaches gibt nur an, welche Bewerber im vergangenen Auswahlverfahren einen Studienplatz erhalten haben. Lautet der NC also 2,0, dann bedeutet das, dass der Notendurchschnitt des letzten Bewerbers, der bei der abgeschlossenen Bewerbungsrunde angenommen wurde, diesen Wert aufgewiesen hat. Demzufolge haben alle, die gleich oder besser waren, einen Studienplatz erhalten. Es handelt sich also beim Numerus Clausus um einen statistischen Wert aus dem letzten Bewerbungslauf, der noch keine verbindliche Aussage für die nächsten Bewerbungen hat. Einflussreiche Faktoren sind neben der Anzahl der vorhandenen Studienplätze, die sich durchaus verändern kann, die Anzahl und die Qualität der eingehenden Bewerbungen.

Stark nachgefragtes Studienfach Medizin

Schon die Angabe des Numerus Clausus für das Studienfach Medizin sowie die zahlreichen und komplizierten Auswahlverfahren sind Zeugnisse der starken Nachfrage. Liegt der Landes-NC für Zahn-Medizin zwischen 1,1 und 1,7, werden diese Werte im Fach Medizin mit 1,0 bis 1,4 noch getoppt. (Quelle: DentalÄsthetica Düsseldorf)  Ein sehr gutes Abitur reicht aber noch nicht aus, um einen der begehrten Studienplätze zu ergattern, bei gleichen Notendurchschnitten zählt dann die bereits absolvierte Wartezeit. Auch die Länge der Wartezeit in Anzahl der Semester kann ein Zulassungskriterium sein, wobei dann die Noten als nachrangiges Entscheidungskriterium herangezogen werden. Noch verwirrender werden die Vorauswahlverfahren der Studienorte und der Hochschulen.

 

Vorabquoten und Verteilung der Studienplätze

Für das Studienfach Medizin gelten noch einige Vorabquoten, die Studienplätze für bestimmte Personengruppen reservieren. Beispielsweise müssen fünf Prozent der vorhandenen Plätze für Bewerber aus dem Ausland vorgesehen werden, außer diese sind zulassungsrechtlich den deutschen Bewerbern gleichgestellt. Weitere 2,2 Prozent werden von Sanitätsoffizier-Anwärtern belegt und bis zu 0,2 Prozent gehen an Bewerber mit einer speziellen Hochschulzugangsberechtigung, die beispielsweise in einem anderen, noch nicht abgeschlossenen Studium erlangt wurde. Dann folgen noch die Zweitstudenten, die rund drei Prozent der Studienplätze belegen, und die Härtefälle mit zwei Prozent.

Notendurchschnitt nur ein Bestandteil bei Auswahlverfahren

Einige Hochschulen behalten sich ein eigenes Auswahlverfahren vor, das zum Beispiel Gespräche, eigene Bewertungen und Tests beinhalten kann. Andere legen wiederum Wert auf eine abgeschlossene Berufsausbildung zuzüglich des Notendurchschnittes zuzüglich eines Tests. Zu allem Überfluss gibt es noch ein unterschiedlich geregeltes Nachrückverfahren, falls ein zugesagtes Studium nicht angetreten werden konnte. Die Herangehensweisen sind also sehr unterschiedlich, der Zugang zu einem Medizinstudium auf verschiedenen Wegen möglich und der Notendurchschnitt für das Studienfach Medizin wird sehr unterschiedlich gewichtet. Grundsätzlich gilt die Regel 20 : 20 : 60 für die Vergabe nach Durchschnittsnote, Länge der Wartezeit und speziellen Auswahlverfahren der Hochschulen.

So kommen wir zu folgendem Fazit

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