Ein Medizinstudium in der Schweiz ist mit hohen Hürden verbunden

Die hohen Hürden, die in Deutschland der Numerus Clausus für viele Studienfächer gesetzt hat, lässt für so manch einen Studierwilligen den Blick über die Grenze werfen. Nicht wenige haben dabei in der Vergangenheit einen Studienplatz in der Schweiz in Erwägung gezogen. Dieses darf nicht verwundern, denn bis dato unterschieden sich in der Frage der Zulassung zu einem Universitätsstudium Deutschland und die Schweiz fundamental. So stand in der Schweiz jedem ein Studium offen, der eine Matura, also ein Abitur, vorweisen konnte, selbst Nichtschweizern. Dieses hat sich jedoch in jüngster Zeit geändert, vor allen aufgrund der hohen Anzahl von Studentinnen und Studenten aus Deutschland (Studierende aus Deutschland machen den Großteil der ausländischen Studenten in der Schweiz aus). So können deutsche Abiturienten nur noch dann in der Schweiz studieren, wenn sie entweder ein deutsches Abitur mit einem Mindestnotenschnitt von 2 oder die Zulassung einer deutschen Universität vorweisen können. Da jedoch ein Notendurchschnitt von „nur“ 2 in Deutschland den sofortigen Zugang zu vielen beliebten Studienfächer nicht möglich macht bzw. erschwert, bleibt die Schweiz bei deutschen Abiturienten nach wie vor sehr beliebt. Allerdings gilt dieser recht liberale Zugang leider nicht für ein Studium der Medizin, das Traumstudium vieler junger Menschen. Hier müssen sich die Bewerber um einen Studienplatz in der Human-, Zahn- oder Veterinärmedizin einem Auswahltest unterziehen und nur die Besten erhalten einen Studienplatz. Aber selbst wenn man diese Hürde meistern würde, so bleibt einem Nichtschweizer ein Medizinstudium in der Schweiz zumeist verschlossen. Ausnahmen gibt es hierbei nur wenige. Dazu zählen zum Beispiel wenn man bereits seit fünf Jahren in der Schweiz lebt und dort über eine Arbeitserlaubnis verfügt oder mit einer Schweizerin oder einem Schweizer verheiratet ist. Eine weitere Ausnahme gilt dann,  wenn die Eltern eines Bewerbers über einen Diplomatenstatus verfügen. Fazit: Als Ausländer hat man leider kaum eine Chance auf einen schweizerischen Studienplatz in Human-, Zahn- oder Veterinärmedizin. Und dieses ist auch unabhängig einer eventuellen Umgehung des Numerus Clausus in Deutschland sehr schade, denn die Schweiz verfügt über einige der besten Universitäten Europas.

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