Ein Medizinstudium setzt eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft voraus

Die hohe Hürde des Numerus Clausus ist geschafft und nun steht der Weg in ein Medizinstudium endlich offen. Aber was bewegt einen jungen Menschen zu einem Studium der Medizin? Die Gründe sind dabei sicherlich höchst unterschiedlich. Für viele steht sicherlich der Wunsch, anderen zu helfen, im Vordergrund. Andere wiederum verbinden diesen Wunsch mit einer krisenfesten und finanziell lukrativen Karriereaussicht. Statistiken zufolge verdienen in Deutschland berufserfahrene Ärzte im Durchschnitt jährlich ca. 80.000 Euro brutto. Damit gehören die Mediziner in Deutschland zu den Top-Verdienern. Allerdings muss hier natürlich unterschieden werden, ob es sich um einen angestellten Arzt handelt oder ob man eine eigene Praxis betreibt. Bei angestellten Ärzten differieren dabei die Gehälter je nach Position erheblich (zum Beispiel Chefarzt oder Assistenzarzt). Aber auch das hohe Ansehen, mit dem der Beruf eines Arztes verbunden ist, ist ein Argument für die Aufnahme eines Medizinstudiums. Schenkt man den Demoskopen Glauben, so belegt der Arztberuf bei allen Berufsbildern seit Jahren den ersten Platz. Allerdings gilt auch hier: „vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt“, denn ein Medizinstudium setzt eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft voraus. So dauert ein Regelstudium der Medizin in Deutschland sechs Jahre (12 Semester) und drei Monate. Dabei sind die Inhalte und der Ablauf bundesweit durch die Approbationsordnung der Ärzte einheitlich geregelt. Unterteilt wird dabei ein einen vorklinischen und in einen klinischen Teil. Im vorklinischen Teil (1.- 4. Semester) werden die grundlegenden Theorien der Medizin vermittelt. Hinzu kommt ein dreimonatiges Praktikum im Pflegebereich. Der vorklinische Teil endet mit dem ersten Teil der Ärztlichen Prüfung (früher Physikum genannt). Ist diese Hürde geschafft, so schließt sich der klinische Teil (5.-10. Semester) an. Hier werden die eigentlichen medizinischen Lehren von der Allgemeinmedizin vermittelt (von Chirurgie bis hin zu Neurologie und Ethik). Hier kommt es auch über die Famulatur zu den ersten Patientenkontakten. Am Ende steht dann ein praktisches Jahr im Klinikum, das mit der Endprüfung abschließt.

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