Für den „Vollzeitjob“ Medizinstudium wird oft BAföG benötigt.

„Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt“. Wohl kaum ein anderes Sprichwort dürfte so treffend für das Medizinstudium sein. Selbst wenn man das Studium der Medizin als „lernintensiv“ bezeichnen würde, dann dürfte dieses eher noch untertrieben sein. Bereits in den ersten Semestern, in denen die Grundlagen wie zum Beispiel Biologie, Anatomie und Chemie vermittelt werden, heißt es lernen, lernen und nochmal lernen. Manches muss sogar auswendig gelernt werden, um nicht zu scheitern. Aber selbst dieses in keinem Verhältnis zu dem Lernaufwand im Physikum. So sind zum Beispiel in der zweitägigen Prüfung nach dem vierten Semester im schriftlichen Teil über 300 Prüfungsfragen zu beantworten, bei denen man für die Antworten jeweils nur genau 90 Sekunden Zeit hat. Besonders hart trifft dieser Lernaufwand diejenigen Studenten, die aufgrund ihrer nicht vorhandenen oder eingeschränkten finanziellen Mittel einen Nebenjob benötigen, um über „die Runden“ zu kommen. Grund: für einen solchen fehlt einfach die Zeit. Hier hilft vielen dieser Betroffenen oft das BAföG weiter. Wie hoch ist dieser finanzielle Zufluss? Dieses lässt sich nicht ad hoc beantworten, denn die Höhe hängt von den eigenen finanziellen Verhältnissen (Einkommen und Vermögen) und dem Einkommen der Eltern, Ehegatten oder Lebenspartnern bzw. Lebenspartnerinnen ab. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien kann man sich schnell über seinen individuellen BAföG-Anspruch informieren, sei es über das zuständige BAföG-Amt, das zumeist dem jeweiligen Studentenwerk der Hochschule angegliedert ist oder sei es über so genannte BAföG-Rechner, die man im Internet findet. Aber aufgepasst: den BAföG-Antrag sollte man am besten direkt stellen, wenn man immatrikuliert hat, denn die Leistungen werden rückwirkend nur ab dem Monat bezahlt, in dem man den Antrag gestellt hat. Auch ist es wichtig zu wissen, dass das BAföG nur zur Hälfte als Zuschuss bezahlt wird. Die andere Hälfte hingegen besteht aus einem unverzinslichen Staatsdarlehen, das fünf Jahre dem Ende des Studiums zurück gezahlt werden muss.

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