Medizinstudium im Ausland

Dass ein Medizinstudium ist in Deutschland extrem beliebt ist, ist sicherlich keine Neuigkeit. Aber genauso wenig eine Neuigkeit ist es, dass der Numerus Clausus (NC) Studierwilligen eine hohe Hürde setzt. So kann als Faustregel gesagt werden, dass auf ca. 40.000 Anwärter nur ca. 9.500 Plätze kommen. Hohe NC- Beschränkungen und Auswahlverfahren der Hochschulen setzen sehr hohe Hürden. Das bedeutet, dass selbst gute Abiturnoten oftmals nicht einen Studienplatz im Fach Medizin gewährleisten und Wartezeiten nicht die Ausnahme sondern eher die Regel sind. Auch eine Studienplatzklage ist allzu oft nicht aussichtsreich. Aber trotzdem muss der Traum von einem Medizinstudium nicht zu Ende sein. Ein Ausweg kann hier ein Auslandsstudium Ausweg sein. Schätzungsweise 100.000 Deutsche studieren zurzeit Medizin in ausländischen Universitäten oder Hochschulen. Das liegt auch daran, dass nur wenige Länder eine sehr gute Abiturnote zum Hauptkriterium für eine Studienplatzvergabe zu Grunde legen. Hingegen stehen individuelle Motivation, praktische Erfahrungen und die Ergebnisse von Aufnahmetests vielerorts im Vordergrund. Allerdings muss man sich auch hier der Konkurrenz stellen, denn ein Medizinstudium ist nicht nur in Deutschland sehr beliebt. Ein weiterer Faktor sind Sprachbarrieren und mitunter hohe Studiengebühren. Während jedoch Sprachbarrieren nicht unbedingt ausschlaggebend sind (in den meisten Ländern findet das Studium neben der jeweiligen Landessprache auch auf Englisch statt), können die Studiengebühren durchaus für manchen zu einem Problem werden. Wie sieht es aber mit der Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses in Deutschland aus? Wer in einem EU-Land oder in der Schweiz studiert hat und das Studium erfolgreich abgeschlossen hat, hat mit der Anerkennung keine Probleme und kann in Deutschland die Approbation als Arzt erhalten. Aber auch nach einem Studium in einem Nicht-EU-Landkann eine Approbation möglich sein. Allerdings muss in diesem Fall gegebenenfalls eine Prüfung abgelegt werden. Mit einer solchen kann dann der Nachweis erbracht werden, dass das Studium in dem Nicht-EU-Land mit einem Studium innerhalb der EU gleichwertig war.

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